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Dr. med M.Joh. Fontana - Facharztpraxis für Orthopädie - Albrechstr. 12 - 10117 Berlin Mitte
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Krankheitsbilder

Arthrose

Nur wirklich wenige Menschen bleiben verschont – vom Gelenkverschleiß!

Meist beginnt es völlig harmlos. Beim Aufstehen am Morgen oder nach einem kleinen Mittagsschläfchen fühlen sich die Gelenke etwas steif an, was sich aber nach kurzer Bewegung wieder gibt. Im Laufe der Zeit dauert es dann immer länger, bis sich die „Gelenksteife“ legt. Es treten Schmerzen auf, es kommt zu Schwellungen, zur Überwärmung des Gelenkes und zur eingeschränkten Beweglichkeit. Manchmal knirscht es. Die Arthrose beginnt langsam und entwickelt sich schleichend. Die Beschwerden nehmen dann allmählich zu. Der Gelenkverschleiß entspricht dabei immer der Gesamtsumme aller Belastungen und Einflüsse im Verlauf des bisherigen Lebens, die auf die Gelenke bisher eingewirkt haben. So kommt es, dass rund 5 Millionen Deutsche an der Arthrose leiden. Jährlich lassen sich wegen schwerer Gelenkabnützung immerhin etwa 500000 Patienten behandeln. Gelenkbeschwerden führen zu fast 9 Millionen Arbeitsunfähigkeits-Tagen bei insgesamt 220000 Deutschen. Die Arthrose ist somit nach den Bandscheibenschäden die zweithäufigste Ursache zur Frühberentung.

Arthrose kann eigentlich in allen Gelenken auftreten, bevorzugt trifft es allerdings aufgrund der biomechanischen und physiologischen Gegebenheiten die Knie- und Hüftgelenke.

Ausgangspunkt der Erkrankung ist immer eine Schädigung des Gelenkknorpels. Auch wenn er gut "verpackt" in den Gelenkkapseln liegt, reagiert er empfindlich auf Stoß, Druck, Unfälle und Überlastungen. Dadurch wird er im Verlauf der Zeit abgerieben oder splittert ab und verliert nach und nach seine Funktion als Stoßdämpfer.

In der Folge verändert sich auch der umgebende Knochen, was im fortgeschrittenen Stadium gut im Röntgenbild sichtbar wird. Bis das Gelenk schließlich fast unbeweglich ist und Schmerzen und Schwellung ein ständiger „Patientenbegleiter“ sind, können viele Jahre vergehen. Dementsprechend sind die meisten Patienten schon jenseits der 50. 90% aller Siebzigjährigen plagt die Arthrose. Bei Sportverletzungen oder angeborenen Fehlstellungen trifft die Arthrose aber auch zunehmend jüngere Menschen.

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist die Arthrose (noch) nicht heilbar. Es gibt jedoch zahlreiche Therapiemöglichkeiten, deren Behandlungsziel vor allem auf eine bessere Lebensqualität zielen, das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamen und den Verlauf weniger dramatisch erscheinen lassen. Am Anfang steht dabei immer die konservative-funktionelle Therapie. Je nach Krankheitsbild und der Bereitschaft des Patienten zur Mitarbeit sind Elektrotherapien, Verbände/Bandagen, eine Gewichtsabnahme, Krankengymnastik und gezielte Bewegungsübungen bzw. moderater Sport zur Muskelkräftigung hilfreich. Injektionen (Spritzen) oder Tabletten helfen im akuten Stadium, die Entzündung und Schmerzen zu reduzieren. In fortgeschritteneren Stadien stehen z.B. die operative Achsenkorrektur der Beine - bei ausgeprägtem O-Bein. Meist zuletzt kommen schließlich auch Teil- oder Totalprothesen als Ersatzgelenke zum Einsatz.



Heberden-Arthrose