Die Baunscheidt-Therapie ist ein nach dem Entwickler der Methode (etwa 1840), Carl Baunscheidt, benanntes Ausleitungsverfahren. Der Feinmechaniker Carl Baunscheidt (1809-1872) litt an einer rheumatischen Arthritis (andere Quellen behaupten Gichtarthritis)der Hand. Nachdem er von mehreren Mücken in seine schmerzende Hand gestochen wurde, kam es zu einem starken Blutanstrom mit Juckreiz. In der Folge sollen seine rheumatischen Handbeschwerden dauerhaft verschwunden gewesen sein.
Diese Erfahrung veranlaßte Carl Baunscheidt zur Konstruktion eines Nadelschnäppers (sog. „Lebenswecker“) und zur Entwicklung eines Hautreizöls (Inhaltsstoffe u.a.: Wacholder-, Eukalyptusöl und Histamin). Mit dem Lebenswecker wird die Haut oberflächlich meist beiderseits der Wirbelsäule am Rücken, seltener an anderen Körperstellen gestichelt, die anschließende Einreibung mit dem Baunscheidt-Öl führt zur Bildung eines Bläschenausschlages.
Mit diesem künstlichen Ausschlag hatte Baunscheidt respektable Heilerfolge, so daß die Therapie sich in Deutschland verbreitete. Sie geriet dann mit den Jahrzehnten in Vergessenheit, bis sich naturheilkundlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker des Verfahrens wieder erinnerten und es erneut einzusetzen begannen.Seinerzeit wurde es damals als „Universalmittel“ bei sehr vielen Erkrankungen eingesetzt. Baunscheidt beschrieb 56 verschiedene Indikationen für sein Verfahren.
Folgende Wirkungen der Baunscheidt-Therapie sind zu erwarten:
Diese alternative Therapie - wenn schulmedizinische Maßnahmen versagen oder nicht gewünscht sind! - kann bei folgenden Indikationen zur Anwendung kommen:
Die Anwendung sollte nicht bei Abwehrschwäche, Tumorerkrankungen, Diabetes mellitus erfolgen. Die Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen!