PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG
nach Edmund Jacobson (PMR)
Im Mittelpunkt des Entspannungsverfahrens steht die Erfahrung, dass man selbst präventiv etwas gegen Schmerzen tun kann und ihnen somit nicht hilflos ausgeliefert ist. Wir können lernen, Verspannungen in der Muskulatur bewusst wahrzunehmen und diese zu unterbrechen. Stresssituationen, die Verspannungen, die Schmerzen auslösen, werden bewusst gemacht.
Die PMR besteht in einer schrittweisen einfachen Anspannung verschiedener Muskelgruppen. Die zu entspannende Muskelgruppe wird zunächst angespannt - der Klient konzentriert sich auf die Gefühle der Anspannung. Auf die Anspannungsphase folgt die Entspannungsphase. Grundsätzlich lernt man bei der PMR alle Muskeln des Körpers in einer bestimmten Reihenfolge anzuspannen und zu lockern. Gleichzeitig nimmt man aufmerksam und sorgfältig die Empfindungen wahr, die bei der An- und Entspannung auftreten.
Jacobson stellte fest, dass bei Spannungsgefühlen eine Muskelkontraktion beteiligt ist. Die muskuläre Entspannung (=keinerlei Muskelkontraktion) wurde von ihm als der direkte physiologische Gegensatz zur Spannung erkannt und war daher die logische Behandlung für alle vorwiegend verspannten und ängstlichen Menschen.
Das Ziel: Die Übertragung und Anwendung auf den Alltag. Kurse werden von Psychologen und Physiotherapeuten, in der Rehabilitation und bei anderen Trägern angeboten. Fragen Sie ihre Krankenkasse dananch.
FELDENKRAIS-METHODE
Diese Methode wurde von dem Physiker, Ingenieur und Judo-Experten Moshé Feldenkrais (1904-1984) entwickelt. Sie stellt ein spezielles Verfahren zur Gestaltung von Lernprozessen dar. Menschen sollen befähigt werden, über bewusst wahrgenommene Bewegungsabläufe ihr eigenes Leben zu aktivieren und zu lenken. Denn solange der Mensch nicht wahrnimmt, wie er sich im Alltag bewegt und verhält, solange kann er auch nichts verändern.
Mit der Feldenkrais-Methode kann man sein körperliches, seelisches sowie sein geistiges Befinden und Verhalten ohne Anstrengung und Aufmerksamkeit verändern. Und das auf Dauer - auch im hohen Alter. Man erfährt am eigenen Körper unerwartete Veränderungen - in kleinen Schritten, die immer wiederholt werden. Man erlebt und erlernt, wie diese Veränderungen wahrgenommen und zu hilfreichen Gewohnheiten entwickelt werden können. Jede kleinste Wahrnehmung, die den eigenen Körper betrifft, verändert unser Verhalten und durch das Verhalten schließlich uns selbst. Das Ziel: Neue Beweglichkeit - nicht nur für den Körper, sondern auch für Geist und Seele. Auch hier werden von zahlreichen Trägern und Institutionen, Rehasporteinrichtungen, Physiotherapien Vereinen, der Volkshochschule, Heilpraktiker etc. Kurse angeboten. auch hier gilt: z.T. ist eine Kostenübernahme oder -beteiligung durch die Krankenkassen möglich. Frragen Sie danach.