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Dr. med M.Joh. Fontana - Facharztpraxis für Orthopädie - Albrechstr. 12 - 10117 Berlin Mitte
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Schnellender Finger | Damensattelgelenksarthrose / Fingerpolyarthrose

Schnellender Finger
(auch Digitus saltans) und Ringbandstenose

Zu einem schnellenden Finger kommt es häufig ohne erkennbare Ursache. Dabei verdickt sich die Beugesehne des betroffenen Fingers. In den meisten Fällen handelt es sich um einen degenerativen Verschleißprozess der Beugesehnen und im Rahmen einer (auch beginnenden) Fingerarthrose. Nach erheblichen, ggf. langandauernden Überlastungen der Beugemuskeln der Finger der Hohlhand (z.B. als Gitarrenspieler, Geiger; Schreibkraft etc.) werden schnellende Finger beobachtet. Abschnittsweise treten auch narbige Verdickungen der Sehnen - z.B. nach Mikroverletzungen in der Vergangenheit - auf.

Man spricht von einem springenden Finger wenn der gestreckte Finger nicht richtig gebeugt werden kann. Beim Beugeversuch spürt der Betroffene eine Blockade, der verdickte Sehnenknoten kann das (Führungs-) Ringband nicht überwinden. Mit zunehmendem Krafteinsatz baut sich eine spürbare Spannung auf. Wenn die Kraft ausreichend ist, überwindet der Sehnenknoten schnellend den Widerstand des Ringbandes und der Finger beugt sich blitzartig. Dieses Springen des Fingers lässt sich in der Regel reproduzieren. Man spricht auch auch von einem „Taschenmesser- Phänomen“.

Typischerweise sind die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen am größten. Schmerzen können beim Beugen und Strecken des betroffenen Fingers entstehen. Das Schnellen oder Springen des Fingers ist eher selten schmerzhaft. In einigen Fällen lässt sich der verdickte Sehnenknoten beim Beugen und Strecken des Fingers verschieblich unter der Haut tasten. Es können auch mehrere Finger betroffen sein.

Konservative Therapie

In frühen Stadien der Erkrankung kann durch eine entzündungshemmende Injektion an die verdickte Sehne ein Abschwellen der Sehne erreicht werden. Dann verschwinden die Symptome. Meistens ist der therapeutische Erfolg der Spritze jedoch nur von vorübergehender Dauer. Bei erneuter Schwellung des Sehnengewebes tritt auch die bekannte Symptomatik wieder auf. Teilweise können Bewegungsübungen – „trocken“ und im Wasserbad - sowie Ergotherapie und Krankengymnastik helfen, die Beschwerden zu bessern.

Operative Therapie

Einen längeranhaltenden oder dauerhaften Erfolg verspricht die operative Spaltung des Ringbandes. Diese kleine ambulante Operation kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Über einen kleinen Hautschnitt, der in der Regel im Bereich der Handfläche über dem Grundgelenk durchgeführt wird, kann der Operateur das Ringband spalten. Hierdurch wird das Passagehindernis entfernt und das Problem beseitigt. Während des operativen Eingriffes muss darauf geachtet werden, dass weder Nerven noch Gefäße verletzt werden, damit keine Durchblutungsstörungen, beziehungsweise Taubheitsgefühle des betroffenen Fingers zurückbleiben. Rezidive (erneutes Auftreten der Erkrankung) sind in seltenen Fällen möglich.

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Damensattelgelenksarthrose/ Fingerpolyarthrose

Alle Arthrosen sind immer degenerative Gelenkserkrankungen, in deren Verlauf die Knorpelschicht des jeweiligen Gelenkes verbraucht und nicht mehr neu aufgebaut wird. In der Folge entstehen zunächst belastungsabhängige, später auch Ruheschmerzen. Die auftretenden Symptome variieren je nach betroffenem Gelenk.

Im Rahmen einer Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose) sind im Anfangsstadium i.d.R. v.a. belastungsabhängige Schmerzen zu vermerken. Tätigkeiten, die ein Zupacken und Zugreifen des Daumens erfordern, sind mit Schmerzen verbunden. In späteren Stadien kommt Ruheschmerz (z.T. ausstrahlend in Handgelenk oder Daumenspitze) hinzu.

Bei der Arthrose der Fingerendgelenke (Heberdenarthrose), sind knötchenartige Vorwölbungen, meist ohne Schwellung bereits in einem sehr frühen Stadium tastbar. Liegt eine Arthrose der Fingermittelgelenke (Bouchardarthrose) vor, so treten diese Knötchen häufig mit Gelenkschwellung in Erscheinung.

Die Ursachen der Entstehung sind unterschiedlich. Während Arthrosen der Fingergelenke auch durch ungünstig verheilte gelenk-(nahe) Frakturen oder Sehnenschädigungen früher hervorgerufen werden können, spielt die Vererbung (genetische Ursachen) eine größere Rolle. Frauen leiden im Vergleich zu Männern weitaus häufiger an einer Fingerarthrose (Verhältnis: 10 : 1). Überdurchschnittlich häufig erkranken Frauen in/nach den Wechseljahren. Hier kommen daher auch hormonelle Faktoren ursächlich hinzu. Berufliche Disposition: Typische Handwerksberufe wie Schuster, Schneiderin u.a. müssen mit frühzeitigerem Verschleiss in den Fingergelenken rechnen)

Abzugrenzen von der Arthrose sind verschiedenen Formen der rheumatoiden (chronischen) Arthritis. Diese Erkrankungen stellen sog. Systemerkrankungen des gesamten Bindegewebes dar und beziehen sich somit nicht nur (wie die Arthrose) einzig auf das Gelenk und das umgebende Gewebe. Eine Abgrenzung zwischen beiden Erkrankungen kann sich als schwierig erweisen. Besonders im Frühstadium ähneln sich die Symptome sehr stark. Bei der Heberdenarthrose ist das Auftreten der Knötchen ein Indiz für das Krankheitsbild der Arthrose, das schon im Frühstadium in Erscheinung treten kann. Diese Knötchen sind für eine rheumatoide Arthritis der Endgelenke sehr untypisch. Treten diese Knötchen allerdings nicht in Erscheinung, so kann eine Abgrenzung beiden Erkrankungen häufig erst in fortgeschritteneren Stadien und durch Hinzuziehen von Laborwerten und Röntgenbildern erfolgen. Typisch für eine rheumatoide Arthritis ist auch eine Verdickung im Sehnenscheidenbereich des Handgelenkes, häufig auch an den Grundgelenken. Näheres auch (#àlink).

Therapien

Fingergelenksarthrosen werden in der Regel nur dann therapiert, wenn die Erkrankung starke Schmerzen bereitet oder Bewegungen unmöglich werden. Funktionelle Störungen sind dann häufig ein Indiz dafür, dass Gelenksverformungen vorliegen.

Prinzipiell sind verschiedene Therapieformen denkbar:


Da i.d.R. nicht sofort operiert wird, ist die o.g. Reihenfolge meist auch die therapeutische! D.h., es wird zunächst medikamentös therapiert. Wenn dies nicht ausreichend zur Besserung der Symptomatik führt, werden evt. Gelenksinjektionen vorgenommen. Die operative Therapie sollte schweren, konservativ „austherapierten“ Fällen vorbehalten bleiben.Operative Therapie

Treten während Belastungsphasen Schmerzen auf, so sollten Orthesen oder Bandagen verordnet werden. Bitte beachten Sie hierbei, dass Bandagen und Orthosen in besonderer Weise das Gelenk schonen, aber auch Muskeln schwächen. Tragen Sie daher eine Orthese oder Bandage nur dann, wenn es wirklich notwendig erscheint. Dies ist in Belastungssituationen der Fall. Das Tragen sollte aber niemals zur Gewohnheit werden!

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