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Dr. med M.Joh. Fontana - Facharztpraxis für Orthopädie - Albrechstr. 12 - 10117 Berlin Mitte
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Krankheitsbilder

Wadenkrämpfe

  • Wadenkrämpfe sind leider ein sehr häufiges und sehr lästiges Problem. Ca. 40% der Erwachsenen leiden immer wieder darunter.
    Beim Wadenkrampf kommt es zum unwillkürlichen Zusammenziehen einzelner Muskeln oder Muskelgruppen.

 Es gibt viele mögliche Ursachen für Wadenkrämpfe: 

  • ugewöhnliche körperliche Anstrengung, besonders in Kälte
  • Muskeln durch Gelenkdeformitäten, zum Beispiel Spreizfuss
  • Schlafentzug
  • Alkohol, Nikotin, Kaffee
  • Störungen des Wasser- und Salzhaushaltes
  • Krampfadern mit Schwellneigung der Beine
  • der zweiten Hälfte der Schwangerschaft sind Wadenkrämpfe möglicherweise als Ausdruck eines latenten Magnesiummangels häufig. 
  • iedene Erkrankungen der peripheren Nerven, auch Wirbelsäulenerkrankungen
  • utungsstörung (Arterienverkalkung, Raucherbein)
  • lkrankheiten, zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion, Zuckerkrankheit
  • nte wie zum Beispiel Statine, Calciumantagonisten, Diuretika etc.

In jedem Fall sollten neurologische, gefäßbedingte und stoffwechselbedingte Ursachen ausgeschlossen worden sein.

Daher empfiehlt sich zunächst - neben den Ratschlägen und Behandlungstipps der Wadenkrämpfe s.u. (zur Umsetzung in Eigenregie zu Hause) – sofern noch nicht geschehen, der Gang zum Facharzt.

Unkomplizierte erste Maßnahmen und Behandlungsvorschläge:

  • machen Sie regelmässig Fuss- und Beingymnastik, vor allem Dehnübungen der Wadenmuskulatur. 
  • machen Sie einen leichten Spaziergang von ein paar Minuten vor dem Zubettgehen (keine Anstrengung!) .
  • nehmen Sie vor dem Zubettgehen ein warmes Bad oder eine warme Dusche.
  • halten Sie die Füsse und Beine warm.
  • lassen Sie im Bett in Bauchlage die Füsse über das Fussende hinaushängen, in Rückenlage stellen Sie die Fussohlen ans Fussende an.
  • legen Sie im Bett eine Nackenkolle (weich) in die Kniekehlen.
  • gehen Sie, wenn Sie es vom Kreislauf her gut vertragen (evt. vorher den Arzt konsultieren!), regelmässig in die Sauna.
  • reiben Sie Johanniskrautöl oder Franzbranntwein ein.
  • Rosskastanienpräparate (innerlich und äusserlich) fördern die Durchblutung.
  • Trinken Sie 1 Glas Schweppes Tonic Water pro Tag, am besten abends. Schweppes enthält kleine Mengen Chinin, welches gegen Krämpfe wirkt.
  • Reis und Haferflocken enthalten viel Magnesium

  • In der Praxis werden unseren behandlungsbedürftigen Patienten hochdosierte Mineralstoffinfusionen („Tröpfe“) verabreicht. Diese sollten in regelmäßigen Abständen 1-2x pro/Woche (über ca. 2-4 Wochen) wiederholt werden.

Es gibt noch eine ganz einfache Kur (Hausrezept): Zwei Teelöffel Apfelessig in ein Glas Wasser pro Tag,  über vier Wochen getrunken, soll wunderbar Krämpfe lösen, quasi eine Regulierung des Mineralstoffwechsels. Auch Apfelschorle oder chininhaltige Limonade hat guten Effekte auf die Krampfneigung.

Wenn der Krampf kommt, ziehen Sie sanft den Fuss nach oben in Richtung Kniegelenk oder machen Sie vorsichtig ein paar Kniebeugen. Atmen Sie tief durch.
Wenn der Krampf nicht weggeht, machen Sie ein warmes Bad oder eine warme Dusche.