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Dr. med M.Joh. Fontana - Facharztpraxis für Orthopädie - Albrechstr. 12 - 10117 Berlin Mitte
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Krankheitsbilder

Osteoporose

In Deutschland leiden ca. 10 Millionen Menschen an Osteoporose (im Volksmund auch als Knochenschwund oder Knochenerweichungskrankheit bezeichnet). Jede dritte Frau erkrankt nach den Wechseljahren daran. Aber auch Männerkönnen von Osteoporose betroffen sein. Da die Osteoporose als eine langsam fortschreitende allgemeine Verminderung der Knochensubstanz ist, welche ab einem unteren Schwellenwert mit einem deutlich erhöhten Risiko von Knochenbrüchen einhergeht, ist das frühzeitige Erkennen der Osteoporose undihrer Vorstadien sehr wichtig.

Diagnose "Osteoporose" - Was bedeutet das genau?

Genau übersetzt heißt Osteoporose „poröser Knochen". Wenn das Verhältnis zwischen Knochenabbau und –aufbau aus dem Gleichgewicht gerät und dabei der Knochenabbau den -aufbau überwiegt, verlieren die Knochen an mineralischer Substanz und damit Festigkeit.

Im fortgeschrittenen Stadium sind die Knochen so porös, dass bereits kleine Stürze, aber auch alltägliche Handgriffe wie Heben eines schweren Eimers zu einem Knochenbruch führen können.

Als Risikofaktoren für das Auftreten von Osteoporose gelten u.a.:

Durch Abnahme der Knochensubstanz geht mit der verschlechtertenKnochenstruktur ein deutlich erhöhtes Risiko eines Knochenbruches einher, welches sich akut durch Erleiden eines Bruches (Schenkelhals-, Unterarm-, Wirbelbruch oder andere) äußern kann oder auch schleichend, Z.B. durch langsames Einsinken der Wirbelkörper.

Typische Zeichen einer Osteoporose können daher neben dem Auftreten der o.g. Brüche auch chronische, zum Teil im Schub verlaufende Rückenschmerzen sein, das Auftreten einer vermehrten Rundung der Wirbelsäule (sog. „Witwenbuckel “), deutliche Verminderung der Rückenmuskulatur und eingefallene Körperhaltung ("Tannenbaumphänomen"), Abnahme der Körpergröße, Kraftverlust in den Armen und Beinen mit Gangunsicherheit.

Früherkennung

Um einer Osteoporose oder deren Vorstadien frühzeitig zu erkennen sind mehrere fachspezifische Untersuchungen erforderlich:

  1. Abklärung vorhandener Risikofaktoren
  2. Exakte körperliche Untersuchung
  3. Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule
  4. Osteodensitometrie (DXA-Messmethode)

Blutuntersuchungen

Durch eine gezielte Befragung nach den genannten Risikofaktoren, einer körperlichen Untersuchung und Röntgenuntersuchung in Kombination mit einem geeigneten Verfahren zur Knochendichtemessung kann so für jeden Patienten das individuelle Risiko bestimmt werden.

Osteodensitometrie (Knochendichtemessung nach der DXA-Messmethode):

Die Osteodensitometrie zählt zu den genauesten und präzisesten Verfahren zur Bestimmung des Mineralsalzgehaltes der Knochen. Sie stellt die Basisuntersuchung in der Osteoporosediagnostik dar und ermöglicht eine Einschätzung des Frakturrisikos.

Die Osteodensitometrie dient als Früherkennung der sogenannten „fast loser“(schneller Knochenmasseverlust mit Verlustrate über 3% pro Jahr) sowie der Verlaufkontrolle bereits diagnos-tizierter Osteoporose.

Das Verfahren (DXA) beruht auf einer direkten quantitativen photometrischen Ausmessung des Knochens, der unterschiedlich absorbierende Zonen aufweist.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) gibt für Osteoporosepatienten einen statistischen Grenzwert von 75% Knochenmasse gegenüber jüngerer Erwachsener an. Liegt der gemessene Wert unterhalb dieser Grenze besteht ein erhöhtes Frakturrisiko.

Unsere Praxis empfiehlt eine Knochendichtemessung (DXA-Methode) an der Wirbelsäule und/oder dem Hüftgelenk nach den Richtlinien der WHO und dem Dachverband für Osteologie (DVO).Wir arbeiten mit mehreren Instituten in ganz Berlin zusammen.

Die Messung selbst ist bis auf 2 Indikationen keine Lesitung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie wird als eine Vorsorgeleistung betrachtet.

Einzig eine sog. Manifeste Osteoporose (mit bereits eingetretenen Knochenbrüchen) rechtfertigen eine Messung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen.

Sollte bei Ihnen die Meßergebnisse eine Osteoporose oder eine Osteopenie ergeben, stehen gute, erprobte und meist gut verträgliche Medikamente zur Verfügung, um den Knochenverlust aufzuhalten oder sogar neue Knochenmasse wieder aufzubauen.

Neben der körperlichen Aktivität (Sport, z.B. Ausdauertraining und Schwimmen) und ausreichend Sonnen- und Tageslicht ist die Einnahme von Kalzium und Vitamin D unverzichtbare Basis einer jeden Behandlung und ebenfalls zur Vorbeugung höchst sinnvoll. Je nach Schweregrad der Erkrankung muß zusätzlich ein spezielles Medikament (u.a. sog. "Bisphosphonate", "Fluor- oder Strontiumpräparate"). eingenommen werden.

Testen Sie doch einfach mal Ihr Osteoporoserisiko!

Wenn Sie mehr als 2 Fragen mit Ja beantwortet haben, sollten Sie im Rahmen der Früherkennung und evt. notwendigen Behandlung einen Gesprächs- und Untersuchungstermin vereinbaren.

Wo kann ich weitere Informationen erhalten?

Das Kuratorium für Knochengesundheit ist eine der wesentlichen Informationsmöglichkeiten im Hinblick auf Messverfahren und Osteoporose.

Darüber hinaus können Sie sich auch an eine lokale Selbsthilfegruppe wenden.

Kontaktadressen

Kuratorium für Knochengesundheit
Leipziger Str. 6 · 74889 Sinsheim
E-mail: info@osteoporose.org

Internet: www.osteoporose.org

Netzwerk-Osteoporose e.V.
Kamp 21· 33098 Paderborn
Tel./Fax: 05251-280586
E-mail: buero@netzwerk-osteoporose.de

Internet: www.netzwerk-osteoporose.de

Bundesselbsthilfeverband Osteoporose e.V.
Kirchfeldstraße 149 · 40215 Düsseldorf
Telefon: 0211-319165

Internet: www.bfo-aktuell.de


Verschiedene Formen der Wirbeldeformierung bei Osteoporose: Keil-, Fisch- und Plattwirbel finden sich bevorzugt im Brustwibelbereich, Fisch- und Plattwirbel im Lendenwirbelbereich.