Dabei könnten wir uns selbst wirksam vor Rückenschmerzen und Spätschäden schützen. Bewegung ist die beste Therapie, die sicherste Prävention. Also: im Büro und wo immer möglich: dynamisches Sitzen! immer wieder mal stehen und viel gehen, um so die Muskeln zu aktivieren und zu kräftigen und damit die Bandscheiben entlasten.
Rückenschmerzen - nicht immer sind die Bandscheiben oder der Ischias schuld!
Immer öfter sind sie die Folge einer ständigen seelischen und körperlichen Überforderung. Der Rückenschmerz ist vielleicht auch ein vom Körper gesandter Appell, lockerer und liebevoller mit sich und seinem Rücken umzugehen. Denn eine körperlich und seelisch angespannte Haltung macht auf Dauer (fast) jeder Rückenmuskulatur zu schaffen. Zuerst sind es auch immer nur kleine Warnzeichen, welche der Körper sendet. Ein Zwicken hier, ein Zwacken da. Dann vielleicht der erste „Hexenschuss“, evt. Kribbelgefühle oder ein Ziehen in einem Arm oder im Bein. Ehe es dann vielleicht irgendwann zu dem befürchteten Bandscheibenvorfall kommt und wenn zuvor alle Signale geflissentlich ignoriert wurden und immer nach jedem Rückenereignis „im selben Trott“ weitergemacht wird wie bislang: d.h. wenig Bewegung, keinerlei Anstrengungen - wo zuviel! - das Gewicht zu reduzieren und weiterhin nur einseitigste Körperhaltungen im Beruf und Alltag zuhause. Statt Abwechslung für den Rücken (nach 8 std. ständiges Sitzen im Büro) - das Sofa oder die Couch zuhause.
Alternativen? Ja, viele!
Regelmäßige rückengerechte Bewegungsübungen sollten überhaupt ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Denn das größte Risiko für die Wirbelsäule ist der Bewegungsmangel und eine schlaffe Muskulatur.
Die Rücken- und Nackenmuskulatur gehört zu den am wenigsten trainierten Muskelgruppen unseres Körpers. Für die Stabilität der Wirbelsäule sind nicht nur Bandscheiben, Wirbelgelenke und Bänder zuständig, sondern vor allem auch die Muskeln - die Rückenstreckermuskeln, die Bauchmuskeln und die rumpfnahen großen Muskeln der Arme und Beine. Im muskulär gefestigten Bewegungssegment sind Verlagerungen im Bandscheibengewebe und Verschiebungen der Wirbel gegeneinander weniger leicht möglich als bei einer schlaffen Haltung.
Die Bauchmuskulatur unterstützt die Rückenmuskulatur bei den Halteaufgaben des Beckens. Eine Anspannung der Bauchmuskeln verstärkt den Bauchinnendruck und führt zur Aufrichtung der Wirbelsäule und des Beckens.
Rückenschmerzen - was hilft, was beugt vor?
Spezielles Übungsprogramme zur Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur, zur Vorbeugung und Behandlung von Haltungsschäden werden inzwischen von vielen Krankenkassen, von Sportvereinen und zertifizierten fitness-Studios und sogar von größeren Firmen und Arbeitgebern angeboten. Gymnastik, welche die normale Funktion der Wirbelsäule erhält, somit Schmerzen und Beschwerden vorbeugt und zuhause weiterdurchgeführt werden sollten. 5-10 Minuten täglich - morgens und abends. (Das sind in einem Jahr über 60 Stunden gezielte Dehnung und Lockerung!) Und das auf Dauer und in jedem Alter.