Knochenbrüche und sonstige Verletzungen der Haut und der Weichteile werden je nach Ausmaß gegipst, bandagiert oder genäht. Aber auch so genannte Mikrotraumen, also durch Dauertraumatisierung beziehungsweise Dauerüberlastung bedingte kleinste Strukturschäden, die sich im Laufe der Zeit summieren etwa an den Bandscheiben, an Knorpeln und Knochen sind dem Bereich der Orthopädie zuzurechnen.
Verletzungen, die durch Abtasten oder klinische Untersuchungen im eigentlichen Sinn nicht diagnostiziert werden können, machen Zusatzuntersuchungen wie Ultraschall, Röntgenaufnahmen und Computer- oder Kernspintomographie (CT oder MRT) notwendig. Das weitere Vorgehen richtet sich danach, was die fachorthopädische Auswertung der Ergebnisse bringt. Entsprechend wird eine gezielte Behandlung eingeleitet und gegebenenfalls ein Behandlungsplan erstellt.
Ein wesentlicher Bereich der Behandlung ist die Physiotherapie. Diese wird vom Orthopäden erarbeitet, der Verletzungszustand dabei regelmäßig kontrolliert. Die Physiotherapie sollte so schnell wie möglich beginnen, um einen Schaden, der durch unnötige Ruhestellung des verletzten Körperteils entstehen könnte, zu vermeiden.
Zeigen die klinischen und bildgebenden Befunde (Röntgen, CT oder MRT), dass eine Operation, beispielsweise eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) erforderlich ist, wird der Arzt Sie über alles informieren und Ihre Fragen beantworten: den richtigen Zeitpunkt der OP, die postoperative, angepasste Nachbehandlung usw. Der Arzt begleitet Sie durch alle Phasen Ihrer Verletzung und ist kompetenter Ansprechpartner in Sachen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation.
Über Einzelheiten sprechen Sie bitte mit Ihrem Orthopäden, denn er weiß am besten, was in Ihrem Fall zu tun ist.
PD Dr. Josef Zacher (Helios Klinikum Buch, Abteilung für Orthopädie und Traumatologie), bvo 22.04.2003
Verletzungen betreffen vorwiegend den Bewegungsapparat (Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder). Unfallbedingte Verletzungen finden sich aber auch an Bauch- und Brustorganen sowie am Gehirn und Rückenmark.
Neben einer umfassenden klinischen Untersuchung und Funktionsprüfungen des Bewegungsapparates wird die Diagnostik durch bildgebende Verfahren wie z. B.
Röntgenuntersuchungen, Ultraschall-Untersuchungen (Sonographie) und ggf. Kernspintomographie ergänzt.
Die Versorgung Verletzter umfaßt auch die Behandlung von Wunden durch Reinigung und ggf. Naht oder hautschonende Klebung.
Nach einem Unfall...
Um bei Verletzungen den Schaden möglichst gering zu halten, sollte nach der sog. PECH-Regel verfahren werden:
P - Pause einlegen. Der betroffene Körperteil sollte unverzüglich ruhig gestellt werden.
E - Eis auflegen. Kälte verhindert, dass das betroffene Gewebe zu stark anschwillt. Außerdem lindert Kälte im Akutzustand die Schmerzen. Wichtig: Eis nicht direkt auf die Haut bringen und nicht zu stark kühlen (Erfrierungsgefahr!).
C - Compression anlegen. Ein rechtzeitig angelegter Druckverband verhindert, dass sich Schwellungen und Blutergüsse ausbreiten.
H - Hochlagern. Der verletzte Körperteil sollte hochgelagert werden - am besten über Herzhöhe. So werden der Rückfluß des Blutes verbessert und Schwellungen vermindert.
Unsere Praxis bietet die Diagnostik, Erst- und Nachbehandlung unfallchirurgischer Erkrankungen und Verletzungen an. Daneben behandeln wir auch Unfälle (einschließlich Arbeits-, Wege- und Schulunfälle).
Verunfallte Patienten werden von uns zeitnah ärztlich versorgt oder/und ggf. an eine spezialisierte Einrichtung weitergleitet - auch ohne Termin!
angelehnt an die Vorsorgeuntersuchung für Kinder. Nähere Informationen zu den Vorsorgeuntersuchungen gibt Ihnen jede Kinderartzpraxis.