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Dr. med M.Joh. Fontana - Facharztpraxis für Orthopädie - Albrechstr. 12 - 10117 Berlin Mitte
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Großzehenballen - Hallux valgus

Als Großzehenballen oder Hallux valgus wird die Wölbung der Großzehe zum äußeren Fußrand/ Kleinzehe hin bezeichnet. Diese Erkrankung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Als wichtige Faktoren werden eine anlagebedingte Komponente (Vererbung durch Mutter und Vater), ein Ungleichgewicht der Muskelzüge durch mangelndes Training der Fußmuskulatur und enges Schuhwerk betrachtet. Durch die chronische Belastung des Großzehenballens kommt es zu knöchernen Anbauten (Exophyten) im Bereich der größten Belastung am Köpfchen des 1. Mittelfußknochens und begleitend zu einer zunehmend schmerzhaften, leicht entzündlichen Schleimbeutelbildung.

Man unterscheidet verschiedene Schweregrade der Verformung. Ziel der operativen Korrektur in frühen Stadien ist der Erhalt der Funktion des Großzehengrundgelenkes und somit die Wiederherstellung der vollen, schmerzfreien Beweglichkeit der Großzehe.

Die Hallux valgus– Fehlstellung ist eine klassische Folge unserer westlichen Zivilisation. So kommt es in Ländern und Kulturkreisen in denen Frauen keine Schuhe oder eher offene Schuhe (z.B. Sandalen) tragen, deutlich seltener zur Ausbildung eines Hallux valgus.

Ursache

Ursache für die Ausbildung eines Hallux valgus sind häufig eine vererbte, den gesamten Körper betreffende Bänder- und Bindegewebsschwäche. Diese verursacht die Entstehung eines Senk-Spreizfußes. Durch die verminderte Spannung des Bandapparates kommt es zu einer Abflachung des Fußlängsgewölbes und das beim Abrollen stark belastete Quergewölbe weicht immer breiter auseinander und zeigt dadurch die Schwäche der Bandverbindungen zwischen den Mittelfußknochen. Da man die anlagebedingte Schwäche des Bandapparates ärztlicherseits nicht beheben kann, werden nur die Symptome der Erkrankung therapiert. Das bedeutet, es können immer nur die Folgen des Spreizfußes, nicht der Spreizfuß an sich therapiert werden.

Durch das Tragen von bequemen Schuhen, wird unsere Fußmuskulatur nicht trainiert und unterfordert, was zu einem muskulären Ungleichgewicht vom Fuß führt. Das natürliche Training der kurzen Fußbinnenmuskulatur durch Barfußgang und Gehen auf weichem Boden, welches dem Aufspreizen des Fußgewölbes entgegenwirken kann, wird so verhindert.

Insbesondere ungeeignetes Schuhwerk z. B. mit zu engem Vorfußbereich oder zu stark angehobener Ferse, das den Druck auf den Vorfuß um ein Vielfaches steigert, spielen eine wesentliche Rolle.

Durch die zunehmende Fehlstellung des Fußes kommt es zu veränderten Zugrichtungen der o.g. Sehnen. Hierdurch wird die Einwärtsdrehung der Großzehe maßgeblich verursacht. Mit zunehmender Abknickung der Großzehe werden die muskulären Gegenspieler wirkungslos.

Symptome

Der Hallux valgus ist weit verbreitet, doch macht er in den meisten Fällen wenig Beschwerden. Es besteht keine Korrelation zwischen dem Grad der Fehlstellung und dem Ausmaß der Beschwerden. Große Fehlstellungen können wenig Beschwerden verursachen und umgekehrt. Je größer jedoch die Fehlstellung desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass durch die Fehlbelastung des Großzehengrundgelenkes ein frühzeitiger Knorpelverschleiß (Arthrose) eintritt.

Für viele Frauen besteht ein rein kosmetisches Problem. Die ersten Beschwerden treten in aller Regel über dem Ballen der Großzehe auf. Dieser Großzehenballen wird medizinisch auch als Exostose oder Pseudoexostose bezeichnet. An dieser Stelle ist der Fuß am breitesten, dementsprechend drücken Schuhe hier am stärksten. Es kommt zu mechanischen Belastungen der Haut und des darunter liegenden Schleimbeutels. Der Schleimbeutel verdickt sich daraufhin, um den Knochen besser zu schützen. Hierdurch wird der Ballen noch ausladender und der Druck im Schuh erhöht sich weiter. Entzündungen, Schwellungen, nicht-bakterielle und sogar bakterielle Schleimbeutelentzündungen (sog. Bursitis) können entstehen. Im weiteren Verlauf kann sich ein chronisch wiederkehrender, schmerzhafter Großzehenballen entwickeln (chronische Schleimbeutelentzündung). Im Endstadium der Erkrankung bestehen Dauerschmerzen.

Wie jedes Gelenk ist das Großzehengrundgelenk nicht für eine Schiefstellung (Inkongruenz) angelegt. Daher kommt es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu einem frühzeitigen Verschleiß  oder auch Arthrose des Gelenkknorpels (Hallux rigidus). Die Symptome des Verschleißes zeigen sich zunächst in einer Bewegungseinschränkung der Großzehe, die den Abrollvorgang schmerzhaft einschränken kann.

Im Allgemeinen kommt es zu einer langsamen, aber chronisch fortschreitenden (progredienten) Verschlechterung der Vorfußfehlstellung. Die Arthrose des Zehengrundgelenkes schreitet fort, Schmerzen und Entzündungen bleiben bestehen und die Großzehe kann bis zu 90° von der Grundstellung nach außen abweichen. Hierbei kann sich die Großzehe in extremen Fällen über oder unter die zweite und dritte Zehe legen.

Diagnose

Beschwerden des Patienten:

Durch die Fehlstellung der Großzehe und das sich vorbuckelnde Mittelfußköpfchen kommt es zum Schuhdruck, die Haut wird anfällig für Entzündungen. Über dem Mittelfußköpfchen


Fußbehandlung:

Die Hallux valgus- Nachtschiene wird wie eine Schaumstoff- oder Filzmanschette zwischen 1. und 2. Zehe gelegt. Sie kann ggf. ein Fortschreiten der Fehlstellung begrenzen. Ansonsten ist jedoch diese Behandlung mit Nachtschiene eher den Patienten nach entsprechender Operation vorbehalten, hier liegt die Wirksamkeit im Sinne einer Prophylaxe erheblich höher.

Entzündungen des Fußballens z. B. bei einer Schleimbeutelentzündung über dem sich vorwölbenden Mittelfußköpfchen können z. B. mit antientzündlichen Medikamenten wie Diclofenac ect., Umschlägen lokal mit Rivanol© oder Polividon-Jod behandelt werden.

operative Therapie

Insgesamt sind über 200 verschidene Operatioinsverfahren für den Vorfußbereich bekannt. Die sechs gebräuchlichsten Operationsverfahren beim Hallux valgus sind folgende:

  • Exostosenabmeißelung mit medialer Kapselraffung nach Chevron / Austin
  • OP nach McBride
  • OP nach Keller-Brandes
  • Basisosteotomie des Os metatarsale I (Base-Wedge-OP oder auch proximale Umstelung)
  • OP nach SCARF
  • Exostosenabmeißelung:
    Die alleinige Abtragung der Exostose (Knochenwulst oder Pseudoexostose genannt) wird heute nur noch selten und bei sehr geringer Ausprägung des Hallux valgus angewandt.

Operation nach Chevron oder Operation nach Austin:

Diese OP-Methode kommt bei mittleren bis schweren Formen des Hallux valgus zur Anwendung. Voraussetzung bei diesem gelenkerhaltenden Verfahren ist eine allenfalls mäßig vorhandene Arthrose und ein Intermetatarsalwinkel von maximal 16° (Winkel zwischen dem 1. und 2. Mittelfußknochen).

Neben der Exostosenabtragung wird eine 3-dimensionale Umstellung mit Sehnenverlagerung durchgeführt, so dass die funktionsfähige Anatomie des Vorfußes wieder erreicht wird.

Die Nachbehandlung erfolgt im Entlastungsschuh für etwa 3-4 Wochen, danach kann bereits eine bequemer normaler Schuh mit Spezialeinlage getragen werden.

Die Operation kann sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden.

Die Kostenerstattung werden bei medizinischer Indikation von der Krankenkasse getragen gewährt.

OP nach Keller- Brandes:

Diese Operation findet bei älteren Patienten mit einer hochgradigen Großzehenfehlstellung, fortgeschrittener Arthrose im Zehengrundgelenk und geringeren Belastungsansprüchen des Vorfußes im Alltag Anwendung. Ein Nachteil dieses Operationsverfahrens besteht in einer kosmetisch häufig störenden Großzehenverkürzung. Hierbei überragt die zweite Zehe die Großzehe in der Länge. Das Ziel der Operation ist eine 1/3 Abtragung des Grundgelenkes der Großzehe, sowie die Abmeißelung des Knochenvorsprungs an der Inneren Seite des Mittelfußknochens. Es handelt sich um ein relativleicht durchführbares und schnelles Operationsverfahren.

Versteifung des Großzehengrundgelenkes:

In Einzelfällen kann es besser sein das Großzehengrundgelenk zu versteifen.

Hierzu stehen wieder verschiedene operative Verfahren zu Verfügung. Häufig werden dazu Schrauben verwendet. Ein Wiederauftreten der Beschwerden ist bei diesem Verfahren extrem selten.

Grundsätzlich ist zu bemerken, dass bei richtiger Diagnosestellung und entsprechender Wahl des Operationsverfahrens die Langzeitprognose des operierten Hallux valgus gut ist.

Wichtig ist, das dass richtige Operationsverfahren für den individuellen Fall angewendet wird.

Sofern noch keine fortgeschrittene Arthrose im Grundgelenk der Großzehe zu sehen ist, sollte ein gelenkerhaltendes Operationsverfahren (z.B. Chevron etc) angewandt werden. Die Ergebnisse sind dabei in vielen Untersuchungen bei über 90 Prozent der Patienten gut bis sehr gut.

Bei jeder der oben genannten Vorfußkorrekturoperationen muss mit längerer Arbeits- und Sportunfähigkeit gerechnet werden. Darüber besteht manchmal eine zu geringe Aufklärung dem Patienten gegenüber seitens operativ tätiger Ärzte. Bei Verfahren mit Knochenkorrektur sollte von einem Zeitraum zwischen 3-6 Monaten ausgegangen werden. Aus sozialmedizinischer Sicht kann das ein großes Problem darstellen.

Die erfolgreiche Behandlung von Vorfußbeschwerden erfordert außerdem eine enge Kooperation mit einem Orthopädietechniker-/ schuhmachermeister.

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Fußdeformitäten

Insgesamt ist eine grosse Zahl an Fußerkrankungen - oft in Verbindung mit Fußfehlstellungen - bekannt.

Eine kleine Auswahl? (Es werden bewusst Begriffe aus dem Volksmund und medizinische Termini vermischt!)

Rückfuß und Mittelfuß

 Vorfuß

Seit der Geburt bestehende (oft ausgeprägte) Fußerkrankungen und –fehlstellungen, Stoffwechselerkrankungen und Unfälle mit Folgeschäden für die Füße sind Herausforderungen für den Orthopäden. Wir arbeiten daher auch mit fußorthopädischen Schwerpunktzentren in Krankenhäusern und in ambulanten Spezialpraxen eng zusammen! 

Die meisten Menschen, ca. 75%, haben im Laufe ihres Lebens mit (Knick-) Senkspreizfüßen zu tun. Es handelt sich um die häufigste Fußdeformität.

Typisch ist eine Absenkung des Fußquergewölbes mit Verbreiterung des Vorfußes und damit unnatürlicher Belastung des II. und III. Mittelfußknochenköpfchens. In der Folge entstehen oft sekundäre weitere Zehendeformitäten Hallux Valgus (Ballenfuß), evt. ein sog. Krallen- und Hammerzehen (mit Hühneraugen).

Deutlich öfter als Männer sind Frauen betroffen: Familiäre Belastung, unphysiologische, aber sehr modeaktuelle Schuhe („spitz, hoch, eng“). wenig barfuss gehen in der Freizeit. Viele berufliche Tätigkeiten mit Stehen, Gehen, Laufen. Typische „Großstädterkrankheit“ (harte Gehwegplatten, langes Gehen, Stehen in modischen, spitzen Schuhen) usw....

Anamneseerhebung und Schmerzen an typischer Stelle, weisen dem Orthopäden oft rasch den Weg. Bei Inspektion sind druckschmerzhafte Schwielen und Hornhautbildung an ungewohnter Stelle zu bemerken.

Unterschieden wird ein „kontrakter“ von einem nicht kontrakten, „ redressierbaren“ Senk-Spreizfuß.

Therapieaufklärung:

Eine dauerhafte Aufrichtung eines eingesunkenen Quergewölbes ist weder durch konservative noch operative Therapien erreichbar.

Therapieziel:

Entlastung der Mittelfußknochenköpfchen II-IV durch eine sog. „retrocapitale Spreizfuß-Pelotteneinlage“. Auf einen exakten Sitz ist unbedingt zu beachten. Evt. sind mehrfache Abänderungen erforderlich! Ggf. als ¾-Einlage zu wählen, da für Zehen mehr Platz bleibt und die Schuhform (spitz/ breit/ eckig/ rund) keine so große Rolle spielt.

Eine Schmetterlingsrolle ist bei einem kontrakten Spreizfuß oft segensreich (eine zentrale Delle im umgearbeiteten Schuh entlastet die Mittelfußknochen II-IV)!

Sog. „Schuhzurichtungen“ mit eingearbeiteten Längs- und Quergewölbestützen eignen sich ggf. besser bei offenen Schuhen und Sandalen sowie eleganten Damenschuhen oder auch Hausschuhen.


Weitere Fußveränderungen

Plattfuß

Eine weitere sehr oft festgestellte Fußfehlstellung ist der Plattfuß. Das Fußgewölbe senkt sich, die Fußsohle verläuft gerade und das innere Längsgewölbe liegt auf dem Fußboden auf. Dadurch ist die eingebaute Federung des Fußes, die vor allem beim Laufen auf harter Unterlage die Masse des Körpers abfängt, vermindert oder versagt vollständig. Im gesamten Fuß werden Muskeln, Sehnen und Bänder gezerrt. Es kommt zu Schmerzen, die sich über Wade, Knie und Hüfte bis in den Rücken ziehen können.

Spitzfuß

Der Spitzfuß ist eine versteifte Fußstellung, bei der nur die Fußspitze den Boden berührt. Die Ferse dagegen bleibt immer angehoben, so dass der charakteristische Zehengang entsteht.

Knickfuß

Ein Knikfuß entsteht meist durch eine Überforderung der Stützgewebe im Mittelfuß. Dabei knicken die Wölbungen im Bereich des Mittelfußknochens ein, so dass sich bei Belastung später der gesamte Fuß absenkt. Beim Stehen und Gehen wird der Fuß im Schuh nach vorn gepresst. Die Folgen sind Zehenmissbildungen, Ballenbildungen, Schwellungen und Durchblutungsstörungen

Hohlfuß

Beim Hohlfuß ist die Längswölbung des Fußes, insbesondere die innere, extrem erhöht. Dadurch werden die Fußballen übermäßig beansprucht und es kommt unterhalb des Ballens verstärkt zu Schwielen und zu starken Schmerzen. Die Zehen sind häufig stark eingekrallt und mehr oder weniger versteift. So entwickeln sich im jahrelangen Krankheitsverlauf Hammer- und Krallenzehen. Ebenso kommt es verstärkt zur Ausbildung von Hühneraugen (Clavi).

Information: Höchstverordnungsmengen pro Jahr sind von den gesetzlichen Krankenkassen für jeden Versicherten festgelegt!

Bei Beschwerden aller Art im Fußbereich kommen Sie gern zu uns in die Praxis. Wir arbeiten mit zudem mit fachlich versierten Orthopädie-Schuhmachermeistern zusammen. Sie können sich bei einer Einlagenverordnung selbstverständlich für einen Schuhmacher Ihrer Wahl entscheiden.

Neben Standardeinlagen werden auch sog. "propriozeptive Einlagen“  - in manchen Fällen sehr sinnvolle, technisch höherwertige und verbesserte Einlagen - verordnet.

Wir unterstützen in speziellen Problemen der Füße, im Zusammenhang ggf. auch mit Rücken- oder Knieschmerzen das relativ neue MBT®-Schuhkonzept: 

 

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Der Stinkfuß

Der Stinkfuß (Pes olens= Schweißfuß) ist ein weltweit verbreitetes Problem in der orthopädischen- und anderen Arztpraxen. Unter den Symptomen des Stinkfußes leidet der Mitmensch und die unmittelbare Umgebung häufig stärker als der/die Betroffene selbst. Neben der Geruchsbelästigung für die Umwelt, schafft er ideale Bedingungen für „Mitbewohner“ des Fußes, wie Bakterien, Pilzkeime (Nagel, Zehenzwischenraum) und Ekzeme.

Stink-Schweißfüße kommen in allen Altersschichten vor. Sie entwickeln sich gern in den Sommermonaten im geschlossenen Schuhwerk und Gebrauch derselben Socken über Tage und Wochen. Nach erster Einschätzung tritt der Stinkfuß beim männlichen Geschlecht häufiger auf als beim weiblichen. In der Regel besteht beim Betroffenen selbst wenig bis kein Leidensdruck. Ein Haut- oder Nagelpilz kann hier seine Grundlage bilden und eine eigenständige Erkrankung ausbilden. Die Diagnose von Stinkfüßen ist in der Regel sehr einfach, da der Geruch wegweisend ist. Kommen andere Gründe für die Geruchsentwicklung nicht in Frage, sind weiterführende Untersuchungen nicht notwendig. Krankhafte Veränderungen lassen sich im Röntgenbild oder MRT (Magnetresonanztomographie) i.d.R. nicht nachweisen.

Die Therapie gestaltet sich schwierig, solange dem "Erkrankten", die Folgen für sein soziales Umfeld nicht klar sind. Eine generelle allgemeinhygienische Beratung sollte erfolgen, sofern mangelnde Hygiene Ursache des Geruches ist. Normalerweise lassen sich Stink- und Schweißfüße sehr gut durch eine intensive Hydrotherapie (Baden der Füße in v.a. kaltem Wasser und Seife) behandeln. Besonders während der warmen Sommermonate sollte bevorzugt offenes Schuhwerk getragen werden. Tägliches (ggf. mehrmaliges) Füße waschen ist für einen dauerhaften Therapieerfolg unabdingbar. Ebenso müssen Socken täglich gewechselt werden! Körperfeuchtes Schuhwerk, sollte regelmäßig wieder (in Schuhspannern) austrocknen können. Es ist auch sinnvoll, mehrere Paare Schuhe regelmäßig im Wechsel zu tragen. Ideal: ein Paar Schuhe nach 6 std. Tragezeit gegen ein trockenes Paar auswechseln.

Besteht eine Neigung zu übermäßigem Schwitzen im gesamten Körper (sog. Hyperhidrosis) sollte eine internistische und dermatologische Abklärung erfolgen.

Hormonelle Erkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Überfunktion der Schilddrüse, Nebenwirkungen von Medikamenten, Übergewicht und falsche Ernährung (zu fettig, zu scharf, zu warm), Infekte und sogar Tumore können zu einer gesteigerten Schweißproduktion führen und sollten möglichst ausgeschlossen werden.

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Fersensporn

Es handelt sich um eine häufige, degenerative (verschleißbedingte) Erkrankung. Die Erkrankungshäufigkeit nimmt mit dem Alter eher zu. Das Durchschnittsalter der Patienten beträgt zwischen 40 und 60 Jahren. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Ein Fersenspon ist bei älteren Menschen in ca. 50% der Fälle nachweisbar. Nicht jeder Fersensporn ist therapiebedürftig bzw. verursacht Beschwerden.

Die Ursache der Fersenspornentwicklung beruht in einer erhöhten Druck- und Zugbelastung der Sehnenansätze am Fersenbeinkörper. Durch diesen Reiz werden Umbauprozesse in den Sehnenfasern in Gang gesetzt, die letztendlich zu einer spornartigen, nach fußwärts gerichteten Knochenneubildung führt. Der Fersensporn kann durch seine Druckbelastung zu einer Entzündungsreaktion des umgebenden Gewebes führen.

Auslösende Faktoren für die Entstehung eines Fersenspornes sind

Patienten mit einem schmerzhaften (symptomatischen) Fersensporn berichten über einen belastungsabhängigen Schmerz im Bereich der Ferse unter oder oberhalb des Fersenbeins. Je nach Erkrankungsstadium kann der Schmerz erst nach längerer Belastung auftreten oder permanent vorliegen. Typisch ist auch der morgendliche Anlaufschmerz unter der Ferse, welcher sich im weiteren Tagesablauf zunächst wieder bessert. Der Schmerzcharakter wird meistens als stechend, gelegentlich auch als brennend beschrieben. Eine Schmerzausstrahlung in den Fuß wie auch in den Unterschenkel ist möglich. Zur Entlastung des schmerzenden Bezirkes laufen die Patienten zum Teil über die Außenseite des Fußes.

Der Fersensporn wird mit konservativer Therapie behandelt. Ein beschwerdefreier Fersensporn muss selbstverständlich nicht therapiert werden.

Therapieziel ist die Beseitigung der den Sporn umgebenden Weichteilentzündung. Und Reduzierung der Druck- und Zugbelastung am Fersensporn.

Prognose

Die Prognose für eine erfolgreiche Fersenspornbehandlung ist – je nach angewandter Therapie – gut bis sehr gut. Meist wird eine deutliche Beschwerdelinderung oder Beschwerdefreiheit möglich. Der Therapieerfolg hängt allerdings auch von der Möglichkeit der körperlichen Schonung im Behandlungszeitraum ab. Da dies nur selten ideal ist, ergeben sich nicht selten mehrmonatige Leidensphasen.

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Fußabdrücke bei normalem Fuß und verschiedenen Ausprägungen des Plattfußes

Korrektur einer Spreizfußdeformität
mittels Scarf-Osteotomie


Fersensporn: